Bluegrass Night in Bühl/Baden 2012

Bluegrass Night, GBMA-Plakat, © German Bluegrass Music Association
Die German Bluegrass Music Association e.V. präsentiert am Samstag, den 03.03.2012 im Rechtecksaal vom Bürgerhaus Neuer Markt in 77815 Bühl/Baden am Europaplatz eine Bluegrass Night. Es spielen Bluegrass Cwrkot (CZ) und Strictly Bluegrass (D). Einlass ist 19.00 Uhr, Saalöffnung 19.30 Uhr, Konzertbeginn ist um 20.00 Uhr. Tickets können bestellt werden über www.bluegrass-germany.de.
Im Rahmen des von der European Bluegrass Music Association zum vierten Mal in Bühl abgehaltenen Bluegrass Summit präsentiert die German Bluegrass Music Association zwei außerordentliche Bands der europäischen Bluegrass Szene.
Das tschechische Quintett Bluegrass Cwrkot kommt in seinem lebendigen Vortrag Bill Monroe extrem nahe und bietet zudem einen äußerst hohen Unterhaltungswert. Schon optisch wird man bei dieser seit 20 Jahren aktiven Formation in die Zeit von Bill Monroe versetzt. Der Bandname reflektiert die Lauterzeugung bei Grillen (Stridulation). Am Banjo darf man sich auf den Präsidenten der Tschechischen Bluegrass Music Association Peter Brandejs freuen.
Aus München reist das bewährte Quartett Strictly Bluegrass an. Der Name ist Programm, und das im besten Sinne des Wortes. Außerdem wurden sie als bestgekleidetste Bluegrass Band südlich der Donau bezeichnet. Mit ihrem vierstimmigen Gesang überzeugen die vier Musiker auch jeden Modernisten, kein Wunder, wagen sie sich doch auch an Material von Songschreibern wie Townes Van Zandt ran.
(Friedrich Hog)
Vorschau: Bluegrass Jamboree 2011 – Festival of Bluegrass and Americana Music

Die Idee, die vielen Spielarten der Bluegrass-, Roots- und Americana Music in einem regelmäßigen abendfüllenden Programm darzustellen, hat so gut funktioniert, dass im Dezember 2011 unter dem Motto „The Future of Bluegrass“ der dritte Durchgang des „Bluegrass Jamboree! – Festival of Bluegrass and Americana Music“ mit neuen Künstlern und Stilrichtungen durch das Land reisen wird. Große Begeisterung und „standing ovations“ prägten die ersten beiden Tourneen dieses hierzulande gänzlich neuen Bluegrass-Konzepts. Die Medienresonanz war enorm, Highlights waren die Live-Präsentation des Festivals im Konzertprogramm des WDR, die weltweite vierstündige Live Übertragung per Internet und viele begeisterte Feuilletonkritiken.
„Der Bluegrass-Virus ist auf fruchtbaren Boden gefallen…Publikum in Hochstimmung“ so die Hildesheimer Allgemeine Zeitung. „Was für ein Fest!“ jubelte die OVB Rosenheim.
Im 100. Geburtsjahr von Bill Monroe, dem “Vater” der Bluegrass Music, weist Festival-Impressario Rainer Zellner mit drei jungen innovativen Formationen in die Zukunft des immer wieder aktuellen Genres. Die spannendsten Entwicklungen finden zur Zeit abseits der Ursprungsregionen im Südosten der USA statt. Auf die gleiche Weise wie Bill Monroe mit seiner Band in den späten 40er Jahren aus Blues, Jazz, Irish und Scottish Folk sowie Gospel und Spirituals in Kentucky die “Arme-Leute Musik” Bluegrass erfand, erneuert sich die Musik Generation für Generation: Jede trägt die Fackel ein Stück weiter, neugierig in neue Nischen leuchtend. Auf dem Jamboree 2011 wird dieser Entwicklung Raum gegeben, alle Künstler leben im Norden, dort wo Bluegrass fast genauso ein Fremdwort ist wie außerhalb der USA, sich aber dennoch hochkarätige Bands finden. Ihr Sound ist so authentisch, da fällt es meist nur den Experten auf, dass die meisten der aufgeführten Stücke des Konzerts neu geschrieben sind und sich nicht aus dem Repertoire von sechzig Jahren Bluegrass bedienen, sondern einen wichtigen Beitrag zur lebendigen Weiterentwicklung leisten.
Bluegrass ist eine äußerst mitreißende, virtuose amerikanische Folk Musik, die auf besten und meist wertvollen akustischen Instrumenten gespielt und überwiegend mehrstimmig gesungen wird. Sie erschloss sich in den letzten Jahren einer stetig wachsenden Zuhörerschaft nicht nur in den USA quer durch alle Generationen, sondern befindet sich auf einem weltweiten Siegeszug – mehr als tausend jährliche Bluegrass Festivals und ungezählte Konzerte sprechen eine deutliche Sprache. Als Alternative zu den elektronisch generierten Pop-Klängen entdecken viele junge Musikliebhaber zum ersten Mal den Charme guter handgemachter Tonerzeugung. „O Brother where art thou…?“ der Coen Brothers war der erste Mainstream-Film mit einem Bluegrass/Americana Soundtrack und bereitete durch seinen Kultstatus den Boden. Kein Wunder, dass etwa Led Zeppelin Sänger Robert Plant und Bluegrass Queen Alison Krauss kürzlich ein erfolgreiches Album aufnahmen und sich Bruce Springsteen auf seiner CD mit Pete Seeger Songs von Geigen und Banjos begleiten ließ. In Europa steigt die Zahl der Fans stetig an, die Tourneen einzelner Bands verzeichnen wachsende Besucherzahlen. Grund genug, auch in Europa mit einer regelmäßigen Werkschau in Form der jährlichen Festival-Tournee „Bluegrass Jamboree!“ die Bluegrass Musik mit ihren Wurzeln, Ästen und Früchten vorzustellen.
Das Programm:
Nur aus den besten Frauen der Bluegrass Szene des Nordostens besteht die „Supergroup“ DELLA MAE. Sie halten nicht viel vom sanft gehauchten modernen Schmuse-Bluegrass, sondern drücken ordentlich auf die Tube. Als große Fans des Sounds der wilden Männer der 40er/50er Jahre verbinden sie harten “Drive”, kräftige Gesangsharmonien und modernes, weiblich geprägtes Songwriting zu einer zeitgemäßen Bluegrass Variante, die auch auf den großen Festivals in den USA immer beliebter wird. In Deutschland wird die sensationelle Gruppe zum ersten Mal auf Tournee sein und den Kennern einen Mix aus Altem und neuem Bluegrass präsentieren.
Regelrechte Schocks verursachen die “Banjo Rapper” THE DEADLY GENTLEMEN bei ihren Gastspielen im konservativen Süden, wo sie auch schon mal vor aufgebrachten Traditionalisten eines Bluegrass Festivals fliehen mussten. Im besten Sinne von Bluegrass Erfinder Bill Monroe mischen sie aus Altem Neues: Rap, Hip Hop, jazzige New Acoustic Music und rockigen Bluegrass. Die Texte sind rau und heftig, Themen sind die Straße, Gewalt, Liebe und Hass. Die Art wie sie rhythmische Gesangsstrukturen mit ihren wilden, von Improvisationen geprägten Stücken kombinieren, ist schlicht revolutionär. Chef des jungen Quintetts ist kein geringerer als Banjo “Gangster” Dr. Greg Liszt, bekannt von seinen Tourneen und CD-Aufnahmen mit Bruce Springsteen. „Die Puristen werden sich warm anziehen müssen!“ kündigen die Musiker an.
Archaische Klänge auf Banjo und anderen virtuos gespielten Saiteninstrumenten, intensiv betörender zweistimmiger Männergesang und inhaltsvolle Texte über essentielle Lebenserfahrungen. Das alles neu komponiert und mit dem Drive des neuen Jahrtausends gespielt, präsentieren die zwei definitiven Shooting Stars der USA Mountain Folk Szene CAHALEN MORRISON und ELI WEST aus Seattle auf ihrer Reise über die musikalischen Gipfel von New Folk, Oldtime und Bluegrass.
Die Künstler:
Cahalen Morrison & Eli West (USA)
“Mountain Roots“

Cahalen Morrison & Eli West
Anders als auf einem herkömmlichen Atlas findet man auf der musikalischen Bluegrass Landkarte immer wieder unentdeckte Gegenden und unbekannte Bewohner. Momentan überschlagen sich die Medien über ein Duo, das noch nicht einmal entfernt aus dem “Bluegrass Gürtel” der südöstlichen USA Bundesstaaten stammt, sondern aus Seattle an der Westküste. Weitab vom Anpassungsdruck des Hillbilly Publikums entwickelten sie in ihrem Teil der USA einen undogmatischen, eigenständigen aktuellen Duo-Klang, der dennoch in vielen Aspekten klingt, als wäre er direkt den 40er Jahren entlehnt. Einer Zeit, in der harte Arbeit und Überlebenskampf der Depressionsjahre in der Bergregion der Appalachen eine Musik entstehen ließ, die sich mit den existentiellen Dingen des Lebens beschäftigte: tief, spirituell, offen und ehrlich…der Blues der Weißen, im Laufe der Geschichte und Popularisierung mit Namen wie Oldtime, Folk, Country oder Hillbilly bezeichnet.
Der Songwriter des Duos, Cahalen Morrison bekennt sich zu der Inspiration dieser alten Lieder. Er verarbeitet Themen von Landschaft, Natur, Liebe, Leid, Trauer, Freude, Tod und Ehrfurcht; seine Sprache, seine Bilder klingen so authentisch, dass sich Traditionals von den Originalkompositionen kaum unterscheiden. Das “Feuer” von Cahalen und Eli liegt in der Kombination dieses Songwritings mit der Intensität des Bluegrass, wunderbar gespielten Instrumenten und extrem intensivem, oft komplex verwobenem zweistimmigem Gesang. Hier kommt Eli West ins Spiel: Erfahren in vielen Musik-Stilen erwischte ihn mit 15 Jahren der (praktisch unheilbare) Bluegrass Virus, seitdem sind Saiteninstrumente seine große Leidenschaft. Elis besondere Art Gitarre zu spielen, vereint Solo und Rhythmusaufgaben, beides auf atemberaubendem Niveau. Er schreibt die Gesangsarrangements, mit Liebe zu rhythmischer wie harmonischer Vertracktheit – genau mit der Freiheit, die sich die Musiker des Genres damals in der Frühzeit des 20. Jahrhunderts schon erlaubten. Roots Legende Tim O’Brien sagt kommentiert das neueste Album “…music that the world needs!”
Deadly Gentlemen (USA)
“Epic Folk & Grasscore”

Deadly Gentleman
Wenn Folk-Protestsänger und Dylan-Vorbild Woody Guthrie das noch erlebt hätte: Sein “Talking Blues” Stil gilt als eines der Ursprungselemente des weißen Hip-Hop, den Rapper und Eltern-Schreck Eminem schließlich zum weltweiten Erfolg führte. Und nun kommen mit den Deadly Gentlemen fünf der wohl fähigsten jungen Bluegrass Musiker aus Boston mit einem akustischen Experiment daher, das ebenfalls in Guthries Stil einen seiner Ursprünge hat: gerappte Vokalsätze, punktiert und mit deutlicher, derber Lyrik versehen, eingebettet in instrumentale Eruptionen, die ohne Scheu den alten Instrumenten alles abverlangen, um die Bluegrass-Scheune zum Beben zubringen.
Mit viel Humor und Leidenschaft brechen sie mit den Konventionen des Genres, mischen unverblümt Rap mit Jazz und Acoustic-Rock und richten dennoch ihre Kompassnadel immer wieder auf Newgrass und Bluegrass aus, um zu zeigen wo alles begann.
Master-Gentleman und Doktor der Molekular-Biologie Greg Liszt spielte mit Bruce Springsteen auf CD und Tourneen, ist Gründungsmitglied der progressiven Folk Roots Band “Crooked Still” und gilt als einer der wenigen echten Banjo Erneuerer. Sein Spiel ist sehr “funky”, es verbindet traditionelles 3-Finger Picking mit einem eigenen 4- Finger Picking Stil, vor allem von rhythmischen Exzessen und kraftvollen melodischen Linien geprägt.
Die weitere Besetzung liest sich wie das „Who’s Who“ der jungen Stars der Szene:
Sam Grisman, Sohn des New Acoustic Genies David Grisman legt am Kontrabass das heftige Fundament sowohl der tiefen Töne als auch den pulsierenden Beat. Rechtzeitig tauschte Stash Wyslouch seine lärmende Heavy Metal E-Gitarre gegen eine akustische Bluegrass Gitarre. Er ist rastlos auf seiner Mission, die Vebindung zwischen Trash Metal und Bluegrass zu finden, in beiden Formen spielt sein Können, laut und hoch zu singen, eine wichtiger Rolle. Mit drei Jahren war die Ukulele Dominick Leslies Lieblingsspielzeug und nun mit zwanzig Jahren gilt er als einer der wichtigsten Mandolinenspieler seiner Generation. In seinen eruptiven Improvisationen verwischen sich die Grenzen zwischen Folk, Pop, Klassik und Jazz. Erst im Studio entdeckte man die Gesangsstimme von Mike Barnett, bis dahin verneigten sich alle vor seinem grandiosen Geigenspiel. Mike absolvierte seine Bluegrass Lehrstunden mit 15 Jahren in der Band von Jesse McReynolds, Bluegrass Pionier der ersten Generation. Er wurde später in der Grand Ole Opry, der “Kathedrale der Country Music” in Nashville mit echtem “Moonshine” (schwarz gebrannter Schnaps) als Bluegrasser sozusagen „getauft“. Mittlerweile knapp 20 Jahre alt, wird er als “the hottest new fiddler” in den USA gepriesen.
Della Mae (USA)
“The Daughters of Bluegrass”

Della Mae
Ganz früher hätten sie Auftrittsverbot gehabt, heutzutage werden sie zumindest im Süden immerhin noch argwöhnisch beäugt. Die Rede ist von der einzigen professionellen, rein weiblich besetzten Bluegrass Band der USA, Della Mae. Im relaxteren Oldtime haben sich Frauen wie z.B. Uncle Earl mittlerweile gut in Szene setzen können, im Bluegrass jedoch, dessen Sound von gepresstem hohem männlichem Gesang und kraftvollem instrumentalem Spiel definiert wurde, spielten sie lange Zeit keine große Rolle. Erst mit der sanften Sängerin Alison Krauss wurden (brave) Frauen-Stimmen akzeptiert. Um so spannender, dass sich in Della Mae (benannt nach einer anspruchsvollen Frau in einem Bluegrass Hit der Osborne Brothers) einige der angesagtesten Solistinnen in einer Art Frauen-Supergroup zusammenfanden, mit dem klaren Ziel, männliche Bastione zu schleifen. Ob in ihren eigenen Songs oder die Lieder fremder Autorinnen, immer betrachten sie Themen wie Mühen, Triumphe, Niederlagen, Abschied, Mut, Reisen, Liebe und Verlust aus weiblichem Blickwinkel. Nie vergessen sie dabei den Pionierinnen ihrer Zunft Tribut zu zollen, wie etwa der legendären Cousin Emma oder der kürzlich gestorbenen Ikone Hazel Dickens.
Die Stimme der Band ist Celia Woodsmith. Mit voller Kraft reitet sie auf den Wellen von Bluegrass, Country Soul, Blues und Folk. Mit ihrer kompetenten Rhythmusgitarre hält Celia auf der Bühne alle Fäden des Bluegrass-Netzes zusammen.
Mit drei Jahren gab ihr der Großvater die ersten Geigenstunden und mit Anfang 20 ist sie bereits zweimalige Grand National Fiddle Champion, eine großartige Leistung, auch wenn man aus einer alten “Fiddler” Familie stammt: Kimber Ludiker gilt als zentrale Künstlerin ihrer Generation, ihr furioses Spiel auf der außergewöhnlichen 5-string Geige vereint Bluegrass Oldtime und Western Swing – mittlerweile gastiert sie sogar bei Bluegrass Stars wie Laurie Lewis.
Courtney Hartman hat sich an das wohl am männlichsten besetzte Bluegrass Soloinstrument getraut – die Flatpicking Solo-Gitarre, ein Instrument das anfangs kaum im Bluegrass Konzept vorhanden war und erst in den 60ern einen ebenbürtigen Platz neben Mandoline, Fiddle und Banjo erhielt. Noch bevor sie die Schulbank drückte, lernte sie Geige, Mandoline und Gitarre und tourte früh mit ihrer Familienband The Hartmans. Ihre Soli sorgen mittlerweile regelmäßig für Ovationen. Heute studiert sie neben ihren Bandaktivitäten “ernsthafte Musik” im renommierten Berklee College of Music in Boston, der Ort an dem momentan die spannendste neue Bluegrass Entwicklung der USA zu finden ist.
Mandolinistin Jenni Lyn Gardner ist sozsuagen die “Snare Drum” der Band und sorgt für den typischen Bluegrass Off-Beat. Im traditonellen Bluegrass gibt es keine Perkussion, diese Aufgabe teilen sich die Instrumente untereinander auf. Richtig spannend wird es, wenn sie immer wieder angetrieben von ihrer Band für funkelnde, wilde Mandolinen-Soli an das Mikro tritt. Jennis Vornamen sind einem alten bekannten Fiddle Tune entlehnt, auch sie tourt regelmäßig mit Größen der Szene überall in der Welt.
Eine wahre Legende am großen akustischen Kontrabass ist Amanda Kowalski – seit Jahren bereichert sie ausgefallene Projekte, etwa mit den Banjo Königen Tony Trishka, Bela Fleck und Abigail Washburn. Ihre musikalische Reiseroute führte die im Hillbilly Staat West Virginia geborene Amanda in die “Grand Ole Opry in Nashville ebenso wie ins ehrwürdige Opera House von Sidney.
Das 3. BLUEGRASS JAMBOREE! – FESTIVAL OF BLUEGRASS AND AMERICANA MUSIC 2011 wird präsentiert von byte.fm, akustik gitarre, folker, bear family records, no fences, hillbillie guesthouse, german bluegrass association, dynamite! magazin, EBMA, Bluegrass-Europe
01.12.2011 77654 Offenburg Reithalle 20:00
02.12.2011 72762 Reutlingen franz k 20:00
03.12.2011 CH-8200 Schaffhausen Kammgarn 20:00
04.12.2011 80333 München Amerikahaus 20:00
05.12.2011 88212 Ravensburg Zehntscheuer 20:00
06.12.2011 87435 Kempten Haus International 20:00
07.12.2011 91154 Roth Kulturfabrik 20:00
08.12.2011 84478 Waldkraiburg Haus der Kultur 20:00
09.12.2011 53121 Bonn Harmonie 19:30
10.12.2011 63303 Dreieich Bürgerhaus Sprendlingen 20:00
11.12.2011 06295 Lutherstadt-Eisleben Landesbühne 18:00
12.12.2011 CZ-Prag Koppernik Theater OREA Hotel Pyramida 19:30
13.12.2011 34127 Kassel Schlachthof 20:00
14.12.2011 99817 Eisenach Alte Mälzerei 20:00
15.12.2011 44137 Dortmund Domicil 20:00
16.12.2011 31137 Hildesheim Kulturfabrik Löseke 20:00
17.12.2011 28816 Stuhr Gutsscheune Varrel 20:00
18.12.2011 41564 Kaarst Albert Einstein Forum 20:00
Pressemitteilung von Music Contact
INFO: 3. Internationales Bluegrass Meeting Birkenried 2011

Plakat vom Bluegrass-Meeting in Birkenried
Die Country & Western Friends Kötz 1982 e.V. präsentieren im Kulturgewächshaus Birkenried in Gundelfingen-Birkenried von Freitag, den 02. September bis Sonntag, den 04. September 2011 ein international besetztes Bluegrass & Country Meeting mit Bands aus den USA, der Tschechischen Republik, Holland und Deutschland. Auf der Bühne werden die Bands BLUEGRASS CWRKOT (CZ) , SACRAED SOUNDS OF GRASS (D), WAY OUT WEST (USA), BLUE GRASS BOOGIEMEN (NL), ROLLING HILLS (D) und Mandy Strobel (D) zu hören sein. Außerdem wird es am Sonntag-Morgen einen Gospel-Gottesdienst geben. Weitere Infos dazu erhaltet ihr hier: 3. Internationales Bluegrass Meeting Birkenried 2011
Sarah Jarosz spielt auf dem Tønder Festival in Dänemark

Plakat des Tønder Festival 2011 in Dänemark
Die außergewöhnliche Sängerin, Songschreiberin sowie begnadete Mandolinen und Gitarrenspielerin Sarah Jarosz aus Austin in Texas, die im Bluegrass, Folk, der Old-Tyme-Music wie dem Country zuhause ist und auch gerne einmal einen Hauch jazzyeskes beimischt, spielt am Samstag, d. 27. August auf dem Tønder Festival in Dänemark. Dieses Festival hat sich seit 1975 zu einem der besten Folk and Roots-Festivals in Europa entwickelt und ist ein echter Klassiker. Das Festival findet vom 25. bis 28. August im kleinen und schönen Städtchen Tønder nahe der Grenze zu Schleswig Holstein statt. Aber nicht nur Sarah Jarosz wird auf diesem Festival die musikalischen Herzen erfreuen sondern mit ihr am Samstag auch die Avett Brothers und das Guy Forsyth Trio. Eine Übersicht zu allen Musikern und Bands auf dem diesjährigen Festival gibt es HIER. Wer also auf American Roots Music und Folk abfährt, sollte hier an diesem verlängerten Wochenende in Dänemark fündig werden. Das Konzert Programm findet ihr HIER. Eintrittskarten könnt ihr HIER bestellen.

Sarah Jarosz
Sarah Jarosz allein ist meines Erachtens nach schon die Reise in den Süden Dänemarks wert. Im Juli war sie in England und hat dort für Furore gesogt. Unter anderem stand sie dort auch im Vorgramm der Legende Lyle Lovett auf der Bühne. Im Mai hat sie bei Sugar Hill Records ihr zweites großartiges Album “Follow Me Down” veröffentlicht. Doch schon nach ihrem ersten Album “Song Up In Her Head” wurde sie für einen Grammy in der Kategorie “Best Country Instrumental Performance” für den Song “Mansinneedof” nominiert. Also, der erste Grammy ist jetzt eigentlich nur noch eine frage der Zeit.
Nun also ihr erster Auftritt auf dem Festland Europas. Wer möchte sich das schon entgehen lassen, oder?
Nachtrag: Zwei Videoclips vom Greven Grass-Festival mit “Oh My Darling”
Vom begeisternden Auftritt der vier bezaubernden Frauen der Formation „Oh My Darling“ aus Canada auf dem Greven Grass Festival war hier ja schon etwas weiter unten die Rede. Und auch von ihrer kleinen Tournee durch Deutschland, der für die Damen doch alles in allem recht erfolgreich verlaufen ist. Was noch fehlt, wird hier jetzt nachgereicht: Zwei Videomitschnitte während des Greven Grass-Festivals im Juni. Als kleine Erinnerung für diejenigen, die ein wenig wehmütig an die schönen Stunden mit der wunderschönen Musik der vier Roots-Musikerinnen aus Canada zurückdenken. Und als Anreiz für alle diejenigen, die dieses Jahr noch ihre Auftritte „geschwänzt“ haben, dann beim nächsten Besuch der Gruppe in Deutschland dabei zu sein. ….
24° Festival Country Rendez-Vous in Craponne sur Arzon
Amerika kommt wieder nach Frankreich. Na gut, nicht ganz Amerika, aber doch ein beeindruckender Tross an feinen Musikern aus den Genres Country, Bluegrass, Old Tyme, Cajun, Rockabilly, Honky Tonk, Americana oder Western Swing. Ok, spätestens jetzt weiß jeder, wovon ich spreche. Genau, das geile „Craponne sur Arzon-Country-Festival” in der Auvergne, daß nun schon zum 24. Mal an den Start geht.
Einmal, wie eigentlich alle Festivals, klein angefangen, hat sich dieses über all die Jahre zum wohl größten Country-Festival auf dem europäischen Kontinent mit mittlerweile rund 30.000 Besuchern gemausert. Trotzdem hat die Zusammenkunft dort nicht den Charakter eines Massenauflaufs sondern durchaus ein charmantes Flair.
Auch in den USA ist das Musikfest schon lange ein fester Begriff und lockt regelmäßig auch die Top-Acts der Szene über den Großen Teich. Doch neben den großen Stars kommen auch gezielt immer wieder die Bands zum Zuge, die noch nicht so im Rampenlicht stehen und ebenso einheimische bzw. europäische Gruppen, die sich amerikanischer Countrymucke diverser Spielarten verschrieben haben; und es wird darauf geachtet, daß eine möglichst große Bandbreite an Country- und Rootsmusic geboten wird.
In diesem Jahr sind natürlich wieder diverse musikalische Leckerbissen angesagt und da ja Ferien sind, kann ein kleiner Trip im Auftrag exzellenter Country- und Rootsmusik nach Frankreich durchaus nicht schaden.
Das Show beginnt offiziell am Freitag-Abend (29. Juli) um 19:00 Uhr und endet Sonntag Nacht (31. Juli). Zu bejubeln sind u.a. „The Sweetback Sisters“ (USA), Josh Abbot Band with Kacey Musgraves (USA), Rhonda Vincent (USA), Tanya Tucker und viele mehr.
Programm:
Freitag, d. 29 Juli 2011
7.00PM-8.00PM: TENNESSEE STUD (F)
8.15PM-9.20PM: THE SWEETBACK SISTERS (USA)
9.35PM-10.40PM: WHITEY MORGAN & THE 78′S (USA)
10.55PM-00.05AM: JOSH ABBOTT BAND with KACEY MUSGRAVES (USA)
00.20AM-1.30AM: AARON WATSON (USA)
Samstag, d. 30 Juli 2011
6.00PM-7.10PM: TRUCK STOP RULES (F)
7.25PM-8.35PM: BOBBY FLORES (USA)
8.50PM-10.00PM: FLYNNVILLE TRAIN (USA)
10.15PM-11.30PM: RHONDA VINCENT (USA)
11.45PM-01.00AM: LISA HALEY (USA)
Sonntag, d. 31 Juli 2011
3.00PM-4.05PM: THE RANCH HOUSE FAVORITES (NL)
4.20PM-5.30PM: KATHY KALLICK BAND (USA)
5.45PM-6.55PM: KYLE PARK (USA)
7.10PM-8.30PM: TANYA TUCKER (USA)
8.45PM-10.00 PM: LOS PACAMINOS (UK)
Free Concerts (downtown Sat and Sun)
MATCH RIVER (F), HOWLIN FOX (F)
BLUEGRASS DELUXE (F)
Bluegrass an der Ems – Impressionen vom Greven Grass Festival 2011
Hey Guys, das machte wieder richtig Spaß! Greven Grass zu Pfingsten 2011 war auf jeden Fall die Reise ins Münsterland wert denn es wurde feine Old Time- und Bluegrassmucke bei stimmungsvoller Athmosphäre geboten. Über den Daumen gepeilt ließen sich wohl rund 2000 Besucher von den Klängen amerikanischer Roots Music begeistern. Am zweiten Tag war offenbar auch das Wetter von den fröhlich aufspielenden Musikern fasziniert und zeigte sich entsprechend von seiner besten Seite.
Kein Wunder, denn die internationale Mischung stimmte: Natürlich war die „Hausband“ des Festivals, die Looping Brothers wieder mit von der Party und präsentierten souverän schöne alte Mountainsongs und selbstgeschriebene Lieder.
Mit „Sacred Sounds Of Grass“ aus war die vielleicht authentischste deutsche Bluegrass-Gospel-Band und gleichzeitig eine der am längsten bestehenden einheimischen Bluegrass-Formation gekommen. Die Gruppe gibt es seit 1979!. Auch in Amerika ist die Band um Thilo Hain durchaus bekannt und geschätzt. Inhaltlich beziehen sich die meisten Songs in irgendeiner Weise auf den christlichen Glauben und die Beziehung zwischen den Menschen, Gott und Jesus Christus.

Sacred Sounds Of Grass (Germany), Foto: Hanno B.
Ein neuer Name in der europäischen Bluegrasszene ist sicherlich „Rocks & Ivy“, eine belgisch-holländische Gruppe, die mit ihrem flotten Repertoire auf Anhieb zu überzeugen wußte.
Auch „Lilly of the West“ war bisher sicherlich nur Bluegrass- und Countrymusik-Insidern ein Begriff. Doch in Greven hat die erste und einzige(?) Bluegrassband Bulgariens zu recht vor einem breiteren Publikum auf sich aufmerksam gemacht und wird hoffentlich zukünftig des öfteren im Lande zu hören und sehen sein.
Das Schweden immer wieder für unglaublich gute Band garantieren, wurde an diesem Wochenende einmal mehr bestätigt. Die Downhill Bluegrass Band, die auch schon auf verschiedenen amerkanischen Bluegrass-Festivals gespielt hat, ja sogar beim IBMA-Showcase auf der Bühne stand, präsentierten uns traditionell verwurzelten Bluegrass mit modernem Flair. Eine sehr schöne Neuentdeckung für mich.

Downhill Bluegrass Band (Sweden), Foto: Hanno B.
Bluegrass-Prominenz aus Australien waren mit den Davidson Brothers angereist. Sie waren im letzten Jahr auf dem fünften Kontinent die Gewinner der „Golden Guitar“ und „Group of the Year“ bei den Australian Independent Country Music Awards. Diese Auszeichnungen kommen nicht von ungefähr, denn der musikalische Genre-Mix aus Bluegrass-, Country-, Swing sowie Celtic- und Gipsy-Spritzern waren schon ziemlich cool.
Die absoluten Stars des Abends waren aber zweifelsohne die kanadische Formation aus Winnipeg „Oh My Darling“. Vier Frauen mit einem emotional wie musikalisch und spieltechnisch mitreißenden Auftritt, einer wunderbaren Mischung aus Bluegrass-, Folk-und Old Time Musik. Mal dynamisch treibend, dann wieder hauchzarte Balladen. Und die Mädels haben mit Marie-Josée Dandeneaueine unglaublich coole Bassistin an Bord, deren Spiel einem manchmal schlichtweg den Atem verschlägt. Einfach geil! Das Publikum dankte es mit lautstarken Jubelstürmen.
Durch das Programm führte der Holländer Ronnie Snippe, der letztes Jahr auch schon auf der Bühne stand – da aber zusammen mit den „Lazy Taters“.
Erwähnenswert bleibt noch, daß „Oh My Darling“ in der Nacht von Samstag auf Sonntag dreist ausgeraubt wurden und am Sonntag Abend in einer tollen Initiative der Festivalleitung vor ihrem Konzert eine Spendenaktion unter den Zuhörern gestartet wurde. Dies spornte die vier Frauen sichtbar an und sie spielten wie entfesselt auf. 1.200 beachtliche Euro sind zusammengekommen und haben sicherlich den Verlust der Vorabends und die Enttäuschung ein wenig lindern können. Jedenfalls war es mehr als eine Geste und zeigt, daß Bluegrasser im Zweifelsfall auch zusammenhalten können.
Weiter Höhepunkt waren natürlich die vielen Gespräche abseits des offiziellen Programms, sowohl auf dem Festivalgelände als auch noch zu später Nacht am Feuer auf dem Campgelände. Und natürlich auch die Jams und spontanen kleinen Sessions dort mit den Musikern. Was für eine wunderbare Stimmung! Der Greven Grass Spirit lebt!

Nächtliche Session auf dem Campground, Foto: Hanno B.

Greven Grass Campground-Lagerfeuerromantik, Foto: Hanno B.
Bleibt noch, Ulli Sokoll, dem Macher des Festivals und seiner Crew erneuten Dank auszusprechen. Das war wieder Spitze! An diesem Festival kommt keiner mehr vorbei, dem sein Herz im Bluegrasstuning schlägt. Also, jetzt schon dick im Kalender anstreichen: Nächstes Jahr zu Pfingsten startet die vierte Auflage von Greven Grass. Nicht das dann hinterher noch einer kommt und sagt, er habe es nicht gewußt. …
Hanno Borchert
28. Kötzer Country Music Festival 2011
Näheres zum “Koetzer Country Music Festival” findet ihrt hier: http://www.cwf-koetz.de/42905/home.html
Eindrücke vom 22. Eutiner Bluesfestival
Schon seit 22 Jahren gibt es das Eutiner Bluesfestival, initiiert von den Bluesenthusiasten des Baltic Blues e.V. aus Eutin, einem kleinen, schmucken Städtchen in der Holsteinischen Schweiz. Wir waren am Samstag dort und bekamen ein tolles Programm zu Hören und zu Sehen (siehe Anhang). Mit dem guten alten John Campbelljohn gesprochen kann ich nur sagen – Ja Mann!
So ließen es sich die sieben Jungs der dänischen Rhythm’n'Blues Band um Thorbjoern Risaker nicht nehmen, die Leute auf dem Marktplatz von Eutin schon am frühen Nachmittag in Partylaune zu versetzen. “Schönes Wetter, schöne Leute – Alles gut!”, war dann auch das mehrfach wiederholte Credo der Musiker. Ich konnte dem nur zustimmen.
Mit Magda Piskorczyk aus Polen war danach eine Künstlerin zu erleben, die mit Ihrer Band bis zu den Wurzeln des Blues mit seinen afrikanischen Rhythmen vorstieß. Als Bassgitarristin wußte sie genauso zu überzeugen wie als Sängerin. Ein Schlagzeuger und ein hervorragender Percussionist boten dann auch die sichere Grundlage für die Gitarristin der Band. Im Wechselspiel von Dobro und Fender Stratocaster war sie der Frontfrau eine ebenbürtige Ergänzung. So war dann auch die Eine in weiß und die in Andere ganz in schwarz gekleidet – welch ein schöner Kontrast!
Nach einer kurzen Umbaupause fegte plötzlich ein Gewitter über den Marktplatz. Bei herrlichem Sonnenschein ließen es nämlich die drei Jungs von Moreland & Arbuckle mit Ihrem Opener “When the Levee breaks” so richtig krachen. Man muss es einfach Live erlebt haben um zu verstehen, was diese Drei (Moreland, Arbuckle & Floyd) so hervorhebt. Ich glaube, die charismatische Ausstrahlung und und Präsenz der Musiker spielen genauso eine wichtige Rolle dabei wie das handwerkliche Können. Sowieso unglaublich, was man auf einer Zigarrenkiste als Gitarrenkorpus mit vier Seiten darauf für Musik machen kann! Die Jungs sind das erste Mal in Deutschland und sehr, sehr zu empfehlen!
Für mich und meine Freunde war dann klar – wenn’s am schönsten ist soll man gehen. Und so fuhren wir dann glücklich an einem langsam dämmernden Abend durch die beschaulichen Landschaften der holsteinischen Schweiz und Mecklenburgs nach Hause. …
Michael Kurzmann
9. Internationales Bühler Bluegrass Festival
Bluegrass ist plötzlich auch in Europa eine feste Größe, Ok, nicht so wie im Heimatland des Bluegrass, der USA, aber das wäre ja auch vermessen, da einen Vergleich ziehen zu wollen. Aber immerhin haben sich auch in Europa und auch in Deutschland ein paar kleine und etwas größere Bluegrassfestivals etabliert, auf denen teilweise sogar die erste Garde der amerikanischen Bluegrasszene zu hören ist und auch einzelne Konzertveranstaltungen oder Konzerttourneen mit Bluegrassmusikern werden merklich häufiger.
Und so findet auch in diesem Jahr das größte und älteste wie bekannteste Bluegrassfestival in Deutschland wieder im badischen Bühl statt. Es ist mittlerweile das 9. Mal, daß sich im Südwesten Deutschlands an zwei Tagen sowohl die Liebhaber dieser Musik als auch ein neugieriges Publikum zusammenfinden, um dieser speziellen Form von American Roots Music zu lauschen.
Zu hören und zu sehen sind in diesem Jahr großartige Bands wie als Headliner die Bluegrasslegenden Special Consensus und Doyle Lawson & Quicksilver (USA), Valerie Smith & Liberty Pike (USA) , The Toy Hearts (GB), Redgrass (CAN), sowie Sunnie Mountain Grass (SUI).
Ach so, daß Festival findet am Freitag, d. 13. Mai und am Samstag, d. 14 Mai in Bühl (bei Rastatt in Baden Württemberg) statt.
Mehr zum Festival und zu den einzelnen Gruppen findet ihr hier: http://www.bluegrassfestivalbuehl.de/




